Messe
Preview zur Munich Show – Mineralientage München 2011
Die Munich Show – Mineralientage München 2011 findet vom 28. bis 30. Oktober 2011 in den Messehallen der Neuen Messe München statt – hier schon mal vorab die Preview zu dieser interessanten Messe:

Mineralworld im Rahmen der Mineralientage München 2011
Stoneworld im Rahmen der Mineralientage München 2011
Gemworld im Rahmen der Mineralientage München 2011
Fossilworld im Rahmen der Mineralientage München 2011
Munich Show – Mineralientage München 2011
Mineralientage München
Auch dieses Jahr öffnet auf der Neuen Messe München wieder die jährlich stattfindende Munich Show – Mineralientage München ihre Pforten. Vom 28. bis 30. Oktober 2011 können Besucher alles rund um Mineralien, Schmuck und Edelsteine bis hin zu versteinerten Fischen bestaunen oder auch erwerben. Auf Europas größter Fachhändler- und Publikumsmesse für Edelsteine, Mineralien, Fossilien und Schmuck treffen sich dieses Jahr über 1.250 Ausstellern aus 56 Ländern in den Messehallen, um ihre schönsten Stücke zu präsentieren und über 40.000 Besucher werden erwartet.
„Vier Steinwelten – die unglaubliche Vielfalt der schönen Steine“
Die Munich Show – Mineralientage München“, Europas Leitmesse für Mineralien, Fossilien und
Edelsteine beeindruckt mit ihrem Warenangebot, ihrer hervorragenden Organisation und nicht zuletzt
mit ihrem bayerischen Charme.
Alles begann mit Mineralien…
Jedes Jahr im Herbst treffen sich auf der „Mineralworld“ unter dem Dach der Munich Show – Mineralientage München die Sammler, Mineralienhändler und alle Steinbegeisterten aus der ganzen Welt. Mineralien genießen hier traditionell einen ganz besonderen Platz – fing doch damals
alles als kleine Tauschbörse für diese Naturschätze an. Seitdem ist bald ein halbes Jahrhundert vergangen. Mittlerweile hat sich die Börse zur europäischen Leitmesse für Mineralien und Rohsteine entwickelt. Weltweit gilt die international als „Munich Show“ bekannte Herbstmesse als einer der wichtigsten Treffpunkte überhaupt. Davon zeugt auch der beeindruckende MineralPavilion. Hier begegnen sich an einem exklusiven Ort die Sammler und Händler von Weltklasse-Stufen wie sie sonst nur verstreut in den USA zu sehen sind. Die Internationalität der Messe wollen die Veranstalter nun auch formell mit dem Namenszusatz „Munich Show“ würdigen. Mit heute gut 1.250 Ausstellern aus über 50 Länder ist das gut nachvollziehbar, an dem gewohnt persönlichen Kontakt und Service halten die Veranstalter aber nach wie vor entschieden fest.
Die Munich Show
Die Mineralientage der 80er Jahre, deren Angebot sich ausschließlich den Mineralien widmete, haben
sich im Laufe der letzten 20 Jahre erstaunlich entwickelt. Immer mehr Menschen finden ihren ganz
persönlichen Zugang zum Thema „schöne und seltene Steine“. Von Bergkristallen und Aquamarinen
über formvollendete Diamanten findet man heute neben individuellen Schmuckkreationen,
versteinerten Fische, Wellness mit Steinen sogar außergewöhnliche Kunstobjekte aus Stein und
Raumdesign mit Stein. Es scheint als sei die Faszination für Naturschätze 2011 vielfältiger und größer
denn je. Um den vielen Sammlern und Besuchern möglichst klare Orientierung zu ermöglichen, haben
die Veranstalter die Messe nun in die „4 Welten“ Mineralworld, Gemworld, Fossilworld und
Stoneworld in die 4 großen Messehallen auf der Ostseite des Messegeländes aufgeteilt.
Mineralworld Munich
Die „Mineralworld Munich“ stellt einen der größten Märkte für Mineralien weltweit dar. In einer über
11.000 m² großen Messehalle führt die Messe Mineraliensammler und Aussteller aus aller Welt
zusammen. Sinn der Umstrukturierung und Optimierungen waren unter anderem, einen idealen Ort zu
schaffen, der ganz den farbenprächtigen Mineralstufen vorbehalten ist. Sammler können in der
Mineralworld nun endlich ganz „unter sich“ sein und für die eigene Sammlung stöbern, Neufunde
entdecken und über die aktuellsten Themen diskutieren. Mineraliensammeln hat viel mit persönlicher
Leidenschaft, aber auch mit wissenschaftlich orientierten Zielen zu tun. In München kann man die
anregende Atmosphäre des Messegeschehens und besonders die exklusiven Sonderschauen auf
sich wirken lassen.
Gerade die Sonderschauen sind als prägendes Alleinstellungsmerkmal das Markenzeichen der
Munich Show. Man erinnert sich z.B. gerne an die legendäre Turmalinschau oder die große
Achatschau. In jüngster Zeit sorgte die Präsentation des Urvogels Archaeoptryx zusätzlich auch für
eine wissenschaftlich interessante Erweiterung. Nach den brasilianischen Schätzen im Vorjahr kommt
nun mit der Sonderschau „European Classics“ auch einmal das spannende historische Element in der
langen Geschichte der Mineralogie zum Vorschein. Die führenden naturhistorischen Museen Europas
sowie bekannte internationale Privatsammler kooperieren mit den Veranstaltern in beeindruckendem
Ausmaß und öffnen exklusiv in München ihre Tresore und berühmten Sammlungen. Ein
anerkennendes, ja „wertvolles“ Zeichen des Vertrauens gegenüber dem internationalen
Besucherpublikum in München.
So können zum Beispiel die wirklich allerbesten Stufen des weltberühmten Kongsberg-Silbers gezeigt
werden. Auch aus dem naturhistorischen Museum Paris kommen Kongsberg-Silberstufen ebenso wie
aus der Grube Himmelsfürst in Freiberg. Reiches Gold aus Rumänien wird nicht fehlen, Italien schickt
die berühmten Elba-Turmaline und die empfindlichen Schwefel aus den Museen in Mailand und
Florenz. Das naturhistorische Museum Wien leiht seine berühmten Klassiker aus Osteuropa und das
ehrwürdige Britische Museum hat Stücke aus dem Fundes geholt, die noch nie… Auch die
renommierten Privatsammler öffnen ihre Tresore und zeigen Masterpieces aus ihren Sammlungen -
einige zum ersten Mal. Die Schau wird ein „europäisches Ganzes“ sein, das es in dieser Form wohl
nicht mehr zu sehen gibt.
Sammeln auf allen Ebenen
Die Munich Show bietet eine Fülle an Naturschätzen aller Art. Verbindendes Glied der Messe ist die
Faszination und Leidenschaft für die schönen Steine, die in jeder der vier „Steinwelten“ spürbar
werden. So lohnt sich zum Beispiel für alle Teilnehmer ein Blick in die „Gemworld Munich“, in der
Edelsteinschleifer und Echtstein-Schmuckdesigner ihre eindruckvollen Kreationen präsentieren. In nur
drei Jahren hat sich die Gemworld Munich in einen bedeutenden internationalen Herbstmarkt der
Branche etabliert. Und Hand aufs Sammlerherz: Wen könnte die zeitlose Eleganz, Klarheit und
Formschönheit der Rubine, Smaragde oder Diamanten kalt lassen. Besonders eindrucksvoll ist der
„Gemworld Pavillon“. Hier zeigt sich die höchste Handwerkskunst des perfekten Schliffs. Wer an
diesem exklusiven Ort ausstellt, hat die Gunst und Anerkennung der internationalen Branche erlangt.
Besonders viel versprechend ist auch die diesjährige Sonderschau. Das „Blaue Jahr“ zum 125.
Todestag des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. wird mit einer exklusiven Sonderschau
gewürdigt, in der sich alles rund um den legendären „Blauen Wittelsbacher“ Diamanten aus den
bayerischen Kronjuwelen dreht. Der königliche Leitstein Bayerns gilt als einer der teuersten
Diamanten der Welt und fasziniert ungebrochen seit über 300 Jahren.
Fossilien-Sammeln sowie das Thema Urzeit erfreuen sich eines beliebten Marktes. Den Grundstein
für die „Fossilworld Munich“ legte 2009 die sensationelle „Archaeopteryx“ Sonderschau, die gleich
sechs wertvolle Originale der weltweit zehn überhaupt bekannten Exemplare in München vereinte.
Eine sensationelle Ausstellung, deren hoher kultureller Wert sogar in den Medien Beachtung fand.
Seit zwei Jahren entwickelt sich in München eine lebendige Plattform für Zeitzeugen der Geschichte.
Hier treffen interessierte Sammler und Ästheten, Wissenschaft und Leidenschaft zusammen.
Besucher nutzen die Fossilworld auch zum Austausch von neuesten paläontologischen Erkenntnissen
und informieren sich über bedeutende Neufunde.
Saurier in Europa, gar einen Europasaurus – wo gibt’s denn so was? Die Fossilworld präsentiert sie
weltweit zum ersten Mal in der Sonderschau “European Dinosaurs”. Dabei handelt es sich um die
mitunter seltensten und wertvollsten Zeitzeugen der Evolutionsgeschichte, wie etwa den Juravenator,
Balaur, Compsognatus sowie eben auch den Europasaurus. Zudem sind vor kurzem wissenschaftlich
bedeutende Neufunde wie etwa der sensationelle „Baby-Dino“-Raubsaurier aufgetaucht, die auf der
Messe erstmals öffentlich vorgestellt werden.
Die „Stoneworld Munich“ ist der Ort, in dem es besonders rege zugeht. Hier entdeckt vor allem das
Münchner Publikum Steine für den „Alltag“. Dies ist die Plattform für Steinkunst & Steinschmuck sowie
kreative Raumästhetik. Hier können sich Besucher ideal für die eigenen vier Wände inspirieren lassen.
Der Standort München mit seiner ausgeprägten Design- und Trendorientierung bieten für die
Stoneworld Munich dabei ideale Voraussetzungen. Besonders erfreulich für alle, die es noch nicht
gesehen haben: Die Sonderschau der „Fliegenden Juwelen“ wird auch heuer wieder auf der Messe
sein und mit ihren verblüffenden Mustern und Farbspielen zum Publikumsmagnet werden. Die
perfekte Harmonie der Ästhetik in der Natur, paarweise aus der Welt der unbelebten Steine und den
Insekten zusammengestellt, versetzen jeden Betrachter in ungläubiges Staunen über die Wunder der
Schöpfung.
www.munichshow.com
Hilfreich und ganz modern lassen sich die vier Steinwelten natürlich schon vorab auf der neuen
Homepage www.munichshow.com erkunden. Die Webseite bietet allen Sammlern, Besuchern und
Ausstellern neben vielen Informationen und dem tages-aktuellen Ausstellerverzeichnis auch einen
umfassenden Einblick in die neu gestaltete „Munich Show“, die man sprichwörtlich direkt „ansehen“
kann: Die Messe hat zu jeder Steinwelt aufwändig gestaltete Filme produziert. Herausgekommen ist
dabei ein „bewegtes“ Gesamtbild der Messe.
Weiterer Vorteil: Im neuen Online-Shop können sich die Besucher zu attraktiven Online-Konditionen
die Eintrittskarten im Voraus erwerben, zuhause selber ausdrucken und damit ohne Wartezeit direkt in
die Messe gelangen.
Munich Show – Mineralientage München, 28. GEOFA-Fachhändlertag. Publikumstage 29. und 30.
Oktober 2011, Neue Messe München, Eingang Ost, www.munichshow.com
Bild von der Munich Show – Mineralientage München
Quellle: Messe München – Mineralientage München
56. Kunst-Messe München im Postpalast vom 19. − 30.10.2011
Kunst-Messe München auf Wachstumskurs
Die Kunst-Messe München ist noch einmal gewachsen. In diesem Jahr werden nicht nur die Rotunde und der anschließende Querriegel mit Messekojen von den treuen, traditionellen Ausstellern der KunstMesse München und wichtigen Neuzugängen bespielt. Der angrenzende Hof vor der Säulenhalle mit der zeitlich koinzidierenden Messe Munich Contempo – International Contemporary Art Fair nimmt auf rund 400 Quadratmetern Bruttofläche eine Handvoll weiterer Aussteller auf, die sich um eine begrünte Piazza gruppieren. Federführend bei der Aufstellung der 56. Kunst-Messe München waren auch in diesem Jahr die vier Beiräte. Das sind Ulf D. Härtl, Christian Ed. Franke und Walter Senger aus Bamberg und Albrecht Neuhaus aus Würzburg, die das Event Kunst-Messe München in 2008 neu formulierten. Veranstalter und Organisator ist die Expo-Management GmbH mit CEO Wolf Krey und Birte Duggen.
Die Kunst-Messe München zählt zu den „Generalisten“ unter der deutschen Kunstmessen. Die rund 45 Aussteller sind auf Kunstgattungen und Epochen spezialisiert, die insgesamt einen profunden Überblick über die Kulturgeschichte vieler tausend Jahre geben. Kunst und Kulturobjekte der Mittelmeer-Antike, Kunst des ägyptischen Altertums gehören dazu, ergänzt wird das Spektrum durch außereuropäische Positionen, etwa der Kunst des Himalaya. Eine Vielzahl gotischer Skulpturen ist im Angebot, Renaissance und Barock, 19. Jahrhundert und gehobene Volkskunst aus der Alpenregion und Textilkunst. Gewachsen ist auch das Angebot der lassischen Moderne, in diesem Jahr reicht die Offerte darüber hinaus sogar bis in das deutsche Informel.
Kunst-Messe München – das Angebot
Mittelmeer-Antike
Antike Kunst aus dem Mittelmeerraum gibt es bei der Galerie Puhze aus Freiburg und Roswitha Eberwein aus Göttingen. Puhze zeigt neben einem dem Python-Maler zugeschriebenen paestanischen Glockenkrater aus der Zeit 350-450 vor Christi Geburt das Haupt des Mithras, des jugendlichen Gottes mit der phrygischen Mütze, der nach den Mysterien den Stier tötet. Der stark verbreitete MithrasKult ist durch die zahlreiche Mithras-Denkmale in Italien und auch in Deutschland belegt. Das marmorne Exemplar bei Galerie Puhze ist auf das 1. Jahrhundert nach Christus datiert und stammt aus der Sammlung Mme Castellani in Paris. Bei Roswitha Eberwein aus Göttingen gibt es neben ägyptischem Altertum auch römische Preziosen, nämlich einen spätrömischen Ohrring aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christus, der mit feiner Granulationstechnik, dem von den Etruskern erfundenen Punktlöten, dekoriert ist und bunte Glaseinlagen fasst.
Skulpturen auf der Kunst-Messe München
Eine breite Suite an Skulpturen der Gotik und der keimenden Neuzeit bringt Walter Senger aus Bamberg mit nach München, darunter eine weibliche Heilige in Lindenholz mit originaler Fassung, Salzburg, um 1460/70, einen vollrund in Lindenholz gearbeiteten Heiligen Michael, Nürnberg, um 1490, und einen vollrund geschnitzten Heiligen Achatius mit alter Fassung, Tirol, um 1500. An die Werkstatt des florentinisichen Frührenaissancekünstlers Lorenzo Ghiberti, dessen Hauptwerk die als Paradiestüre in die Kunstgeschichte eingegangenen Reliefs der Portale des Florentiner Baptisterium sind, ist die intensiv aufeinander bezogene Madonna- Kind-Gruppe in Stuck mit Resten alter Fassung zugeschrieben.
Sie ist zwischen 1378 und 1443 entstanden und ruht auf einem für die Frührenaissance typischen Sockel mit zwei fliegenden Putten im Relief, die ein Medaillon tragen. Neuzeitliche Skulptur bringt auch Albrecht Neuhaus aus Würzburg mit nach München, nämlich die Zweifigurengruppe „Herkules und der nemäische Löwe“, die zu Beginn des 17. Jahrhundert in Augsburg oder München gearbeitet
wurde. Die hohl gegossene Bronze mit dunkler Lackpatina war für einen Wandbrunnen in einer Grotte vorgesehen und besticht vor allem durch ihre veristische Bearbeitung der Oberflächen und der Muskelpartien. Sie ist stilistisch in den Umkreis von Georg Petel (1601-1634) und Hans Krumper (1570-1634) einzuordnen.
Porzellan und Silber
Wie im vergangenen Jahr so ist auch in 2011 das Angebot von Porzellanen auf der Kunst-Messe München besonders hochkarätig aufgestellt. Dafür stehen die Aussteller Elfriede Langeloh aus Weinheim, Frank Oberacker aus Frankfurt und Steinbeck aus Aachen und Boettcher & Ofner aus Hamburg. Das früheste Objekt ist ein Zeugnis der deutschen Porzellangeschichte, ein seltener Humpen
aus poliertem schwarzbraunen Böttger- Steinzeug, Meissen, 1710-13, in einer barocken Silbermontierung, den Elfriede Langeloh mitbringt. Frank Oberacker zeigt neben figürlichem Porzellan und Servicestücken eine Tabatiére in Muschelform in einem Formentwurf von Johann Gottlieb Eder, Meissen, um 1745/50, deren Deckelinneres eine Kommödiantenszene zeigt, die von dem Gemälde „Le
Serenade Italienne“ von Antoine Watteau inspiriert ist. Dieses Gemälde fand durch den Kupferstecher Gérard Baptiste Scotin große Verbreitung und war als Vorlagenblatt in der Malstube der Meissener Manufaktur vorhanden. Historische Silberobjekte bieten wie gewohnt Dr. K & R Schepers aus Münster, Dr. Eva Toepfer aus Bech-Kleinmacher in Luxemburg und Boettcher & Ofner aus Hamburg. Bei
Schepers gibt es wie gewohnt britisches Silber, darunter eine Tazza aus der betont schlichten QueenAnne-Epoche, London, 1709, in Britannia-Standard-Silber. Dr. Eva Toepfer zeigt goldenes Mundzeug aus ehemals kaiserlichem Besitz im originalen Etui, Wien, 1. Hälfte 18. Jahrhundert. Bei Boettcher & Ofner gibt es Münchnerisches: eine seltene frühe Aufsatzschale von Franz-Oxner (Meister von 1647-1688) aus der Zeit um 1670, der seit 1664 Hofgoldschmied in München war.
Möbel auf der Kunst-Messe München
Vor allem die Bamberger Aussteller setzen einen Schwerpunkt auf Möbel, Christian Eduard Franke gehört dazu und Ulf D. Härtl. Bei Christian Ed. Franke zeigt eine sehr gut erhaltene Tapisserie, Brüssel, um 1700, mit einer Gartenlandschaft, dazu einen deutschen höfischen, in Linde geschnitzten und vergoldeten Konsoltisch, ebenfalls aus der Zeit um 1700, der aus westfälischem Adelsbesitz stammt. Bei Härtl brilliert ein Secrétaire à abattant, ein gestempelter Aufsatzsekretär des in Paris ansässigen, deutschstämmigen Franz Rübestück, im dezenten Formkanon des Louis-Quinze gehalten. Einen Schwerpunkt legte Rübestück auf die Produktion der in seiner Epoche sehr begehrten Lackmöbel in der „Facon de la Chine”, ein Stilbegriff, der sich von den fernöstlich inspirierten, gemalten „Chinoiserien” mit See- und Teichlandschaften, Pagoden und Figurenstaffagen auf Lack herleitet, wie
bei diesem „Secrétaire à abattant” in Rotlack-Bemalung. Der zweiteilige Korpus des „Secrétaire à abattant” von Franz Rübestück wird mit der originalen „Brèche d´Alep”-Platte abgeschlossen. Bei Eric Meletta aus München stehen Eisenmöbel im Fokus: eine Empire-Eisentisch, der mit einer Marmorplatte vert-de-mer abgeschlossen wird, entstand um 1820 in Neapel nach einem pompeijanischen Modell.
Dazu passend ist der englische Schaukelstuhl aus gleichem Material, nämlich ebenfalls Eisen konstruiert und hat dazu eine Lederpolsterung. Aus der Hochblüte des Preußischen Klassizismus, der Zeit um 1830, stammt das Paar seltene Berliner Museumsvitrinen, ebenfalls aus Eisen.
Gemälde – Alte Meister – 19. Jahrhundert – Klassische Moderne – Informel
Für die Malerei der Alten Meister steht u.a. das Angebot von Albrecht Neuhaus aus Würzburg. Die Malerei des Goldenen Zeitalters der Niederlanden brilliert bei Neuhaus mit Jan Josefz. van Goyens Ölgemälde „Der Strand von Egmond aan Zee mit Fischern“, aus dem Jahr 1641 (Holz) und „Das Duo. Junge Dame mit einem Notenheft und ihr Kavalier“ (Leinwand) von Jean-Baptiste Pater (Valenciennes
1695 – 1736 Paris). Beide Gemälde sind durch Ausstellungsbeteiligungen geadelt und in der wissenschaftlichen Literatur nachgewiesen. Die Malerei des 19. Jahrhunderts und vor allem die Klassische Moderne und die Nachkriegsära treten verstärkt im Programm der 56. Kunst-Messe München auf. 19. Jahrhundert, sei es Münchner Malerschule, die Schule von Barbizon oder die „Wiener Schule“ zeigen Thomas Schneider aus München, die Inselgalerie Gailer aus Frauenchiemsee, die Galerie Maier & Co. Fine Art aus Stuttgart und Kovacek aus Wien. Bei Thomas Schneider wird das Gemälde „Ruhende Enten in der Sonne mit Halbschatten“ von Alexander Koester aus dem Jahr 1905 zu sehen sein. Zu seiner Standkonzeption und erneuten Teilnahme an der Kunst-Messe München führt er aus: „Ich werde auf der Kunstmesse im Postpalast Gemälde und Papierarbeiten der letzten beiden Jahrhunderte zeigen. 2010 war die Messe für mich die erfolgreichste seit Jahren. Dieses Mal erwarte ich einen ähnlich guten Zuspruch, vor allem auch durch die Erweiterung des Angebots, die sich aus der Zusammenlegung mit der Messe für zeitgenössische Kunst “Munich Contempo” ergeben. Bewusst habe ich für meinen diesjährigen Stand eine Lage am Übergang zwischen beiden Veranstaltungen gewählt, da ich sowohl Arbeiten des sogenannten “Katzen-Adam” aus der Zeit um 1880 zeige, als auch ein großes abstraktes, farbenfrohes Gemälde von Otto Ritschl aus dem Jahr 1968. Die Zusammenlegung beider Messen könnte dazu führen, dass es nach all den Querelen der letzten Jahre endlich wieder eine wichtige, anspruchsvolle Münchner Kunstmesse gibt.“ Hochpreisige Klassische Moderne stellen Galerie Francaise aus München, Galerie Hagemeier aus Frankfurt, Galerie Koch aus Hannover, Koch-Westenhoff aus Lübeck, Galerie Rudolf aus Sylt, Michael Schwarze aus Kelkheim und die Galerie Schwarzer aus Düsseldorf aus. Kunst der Nachkriegsära werden die Neuzugänge Galerie Döbele Dresden und Galerie Maulberger aus München präsentieren.
Kunst-Messe München – Interessantes aus der Hand von Eric Meletta München
Große Sphinx, signiert und datiert von Felix Austin, England, 1833, artificial limestone, Länge 122 cm, bei Eric Meletta, München.Quelle: Kunst-Messe München









