Messe

Munich Show – Mineralientage München 2011

Mineralientage München

Auch dieses Jahr öffnet auf der Neuen Messe München wieder die jährlich stattfindende Munich Show – Mineralientage München ihre Pforten. Vom 28. bis 30. Oktober 2011 können Besucher alles rund um Mineralien, Schmuck und Edelsteine bis hin zu versteinerten Fischen bestaunen oder auch erwerben. Auf Europas größter Fachhändler- und Publikumsmesse für Edelsteine, Mineralien, Fossilien und Schmuck treffen sich dieses Jahr über 1.250 Ausstellern aus 56 Ländern in den Messehallen, um ihre schönsten Stücke zu präsentieren und über 40.000 Besucher werden erwartet.

„Vier Steinwelten – die unglaubliche Vielfalt der schönen Steine“
Die Munich Show – Mineralientage München“, Europas Leitmesse für Mineralien, Fossilien und
Edelsteine beeindruckt mit ihrem Warenangebot, ihrer hervorragenden Organisation und nicht zuletzt
mit ihrem bayerischen Charme.

Alles begann mit Mineralien…
Jedes Jahr im Herbst treffen sich auf der „Mineralworld“ unter dem Dach der Munich Show – Mineralientage München die Sammler, Mineralienhändler und alle Steinbegeisterten aus der ganzen Welt. Mineralien genießen hier traditionell einen ganz besonderen Platz – fing doch damals
alles als kleine Tauschbörse für diese Naturschätze an. Seitdem ist bald ein halbes Jahrhundert vergangen. Mittlerweile hat sich die Börse zur europäischen Leitmesse für Mineralien und Rohsteine entwickelt. Weltweit gilt die international als „Munich Show“ bekannte Herbstmesse als einer der wichtigsten Treffpunkte überhaupt. Davon zeugt auch der beeindruckende MineralPavilion. Hier begegnen sich an einem exklusiven Ort die Sammler und Händler von Weltklasse-Stufen wie sie sonst nur verstreut in den USA zu sehen sind. Die Internationalität der Messe wollen die Veranstalter nun auch formell mit dem Namenszusatz „Munich Show“ würdigen. Mit heute gut 1.250 Ausstellern aus über 50 Länder ist das gut nachvollziehbar, an dem gewohnt persönlichen Kontakt und Service halten die Veranstalter aber nach wie vor entschieden fest.

Die Munich Show
Die Mineralientage der 80er Jahre, deren Angebot sich ausschließlich den Mineralien widmete, haben
sich im Laufe der letzten 20 Jahre erstaunlich entwickelt. Immer mehr Menschen finden ihren ganz
persönlichen Zugang zum Thema „schöne und seltene Steine“. Von Bergkristallen und Aquamarinen
über formvollendete Diamanten findet man heute neben individuellen Schmuckkreationen,
versteinerten Fische, Wellness mit Steinen sogar außergewöhnliche Kunstobjekte aus Stein und
Raumdesign mit Stein. Es scheint als sei die Faszination für Naturschätze 2011 vielfältiger und größer
denn je. Um den vielen Sammlern und Besuchern möglichst klare Orientierung zu ermöglichen, haben
die Veranstalter die Messe nun in die „4 Welten“ Mineralworld, Gemworld, Fossilworld und
Stoneworld in die 4 großen Messehallen auf der Ostseite des Messegeländes aufgeteilt.

Mineralworld Munich
Die „Mineralworld Munich“ stellt einen der größten Märkte für Mineralien weltweit dar. In einer über
11.000 m² großen Messehalle führt die Messe Mineraliensammler und Aussteller aus aller Welt
zusammen. Sinn der Umstrukturierung und Optimierungen waren unter anderem, einen idealen Ort zu
schaffen, der ganz den farbenprächtigen Mineralstufen vorbehalten ist. Sammler können in der
Mineralworld nun endlich ganz „unter sich“ sein und für die eigene Sammlung stöbern, Neufunde
entdecken und über die aktuellsten Themen diskutieren. Mineraliensammeln hat viel mit persönlicher
Leidenschaft, aber auch mit wissenschaftlich orientierten Zielen zu tun. In München kann man die
anregende Atmosphäre des Messegeschehens und besonders die exklusiven Sonderschauen auf
sich wirken lassen.
Gerade die Sonderschauen sind als prägendes Alleinstellungsmerkmal das Markenzeichen der
Munich Show. Man erinnert sich z.B. gerne an die legendäre Turmalinschau oder die große
Achatschau. In jüngster Zeit sorgte die Präsentation des Urvogels Archaeoptryx zusätzlich auch für
eine wissenschaftlich interessante Erweiterung. Nach den brasilianischen Schätzen im Vorjahr kommt
nun mit der Sonderschau „European Classics“ auch einmal das spannende historische Element in der
langen Geschichte der Mineralogie zum Vorschein. Die führenden naturhistorischen Museen Europas
sowie bekannte internationale Privatsammler kooperieren mit den Veranstaltern in beeindruckendem
Ausmaß und öffnen exklusiv in München ihre Tresore und berühmten Sammlungen. Ein
anerkennendes, ja „wertvolles“ Zeichen des Vertrauens gegenüber dem internationalen
Besucherpublikum in München.
So können zum Beispiel die wirklich allerbesten Stufen des weltberühmten Kongsberg-Silbers gezeigt
werden. Auch aus dem naturhistorischen Museum Paris kommen Kongsberg-Silberstufen ebenso wie
aus der Grube Himmelsfürst in Freiberg. Reiches Gold aus Rumänien wird nicht fehlen, Italien schickt
die berühmten Elba-Turmaline und die empfindlichen Schwefel aus den Museen in Mailand und
Florenz. Das naturhistorische Museum Wien leiht seine berühmten Klassiker aus Osteuropa und das
ehrwürdige Britische Museum hat Stücke aus dem Fundes geholt, die noch nie… Auch die
renommierten Privatsammler öffnen ihre Tresore und zeigen Masterpieces aus ihren Sammlungen -
einige zum ersten Mal. Die Schau wird ein „europäisches Ganzes“ sein, das es in dieser Form wohl
nicht mehr zu sehen gibt.

Sammeln auf allen Ebenen
Die Munich Show bietet eine Fülle an Naturschätzen aller Art. Verbindendes Glied der Messe ist die
Faszination und Leidenschaft für die schönen Steine, die in jeder der vier „Steinwelten“ spürbar
werden. So lohnt sich zum Beispiel für alle Teilnehmer ein Blick in die „Gemworld Munich“, in der
Edelsteinschleifer und Echtstein-Schmuckdesigner ihre eindruckvollen Kreationen präsentieren. In nur
drei Jahren hat sich die Gemworld Munich in einen bedeutenden internationalen Herbstmarkt der
Branche etabliert. Und Hand aufs Sammlerherz: Wen könnte die zeitlose Eleganz, Klarheit und
Formschönheit der Rubine, Smaragde oder Diamanten kalt lassen. Besonders eindrucksvoll ist der
„Gemworld Pavillon“. Hier zeigt sich die höchste Handwerkskunst des perfekten Schliffs. Wer an
diesem exklusiven Ort ausstellt, hat die Gunst und Anerkennung der internationalen Branche erlangt.
Besonders viel versprechend ist auch die diesjährige Sonderschau. Das „Blaue Jahr“ zum 125.
Todestag des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. wird mit einer exklusiven Sonderschau
gewürdigt, in der sich alles rund um den legendären „Blauen Wittelsbacher“ Diamanten aus den
bayerischen Kronjuwelen dreht. Der königliche Leitstein Bayerns gilt als einer der teuersten
Diamanten der Welt und fasziniert ungebrochen seit über 300 Jahren.
Fossilien-Sammeln sowie das Thema Urzeit erfreuen sich eines beliebten Marktes. Den Grundstein
für die „Fossilworld Munich“ legte 2009 die sensationelle „Archaeopteryx“ Sonderschau, die gleich
sechs wertvolle Originale der weltweit zehn überhaupt bekannten Exemplare in München vereinte.
Eine sensationelle Ausstellung, deren hoher kultureller Wert sogar in den Medien Beachtung fand.
Seit zwei Jahren entwickelt sich in München eine lebendige Plattform für Zeitzeugen der Geschichte.
Hier treffen interessierte Sammler und Ästheten, Wissenschaft und Leidenschaft zusammen.
Besucher nutzen die Fossilworld auch zum Austausch von neuesten paläontologischen Erkenntnissen
und informieren sich über bedeutende Neufunde.
Saurier in Europa, gar einen Europasaurus – wo gibt’s denn so was? Die Fossilworld präsentiert sie
weltweit zum ersten Mal in der Sonderschau “European Dinosaurs”. Dabei handelt es sich um die
mitunter seltensten und wertvollsten Zeitzeugen der Evolutionsgeschichte, wie etwa den Juravenator,
Balaur, Compsognatus sowie eben auch den Europasaurus. Zudem sind vor kurzem wissenschaftlich
bedeutende Neufunde wie etwa der sensationelle „Baby-Dino“-Raubsaurier aufgetaucht, die auf der
Messe erstmals öffentlich vorgestellt werden.
Die „Stoneworld Munich“ ist der Ort, in dem es besonders rege zugeht. Hier entdeckt vor allem das
Münchner Publikum Steine für den „Alltag“. Dies ist die Plattform für Steinkunst & Steinschmuck sowie
kreative Raumästhetik. Hier können sich Besucher ideal für die eigenen vier Wände inspirieren lassen.
Der Standort München mit seiner ausgeprägten Design- und Trendorientierung bieten für die
Stoneworld Munich dabei ideale Voraussetzungen. Besonders erfreulich für alle, die es noch nicht
gesehen haben: Die Sonderschau der „Fliegenden Juwelen“ wird auch heuer wieder auf der Messe
sein und mit ihren verblüffenden Mustern und Farbspielen zum Publikumsmagnet werden. Die
perfekte Harmonie der Ästhetik in der Natur, paarweise aus der Welt der unbelebten Steine und den
Insekten zusammengestellt, versetzen jeden Betrachter in ungläubiges Staunen über die Wunder der
Schöpfung.
www.munichshow.com
Hilfreich und ganz modern lassen sich die vier Steinwelten natürlich schon vorab auf der neuen
Homepage www.munichshow.com erkunden. Die Webseite bietet allen Sammlern, Besuchern und
Ausstellern neben vielen Informationen und dem tages-aktuellen Ausstellerverzeichnis auch einen
umfassenden Einblick in die neu gestaltete „Munich Show“, die man sprichwörtlich direkt „ansehen“
kann: Die Messe hat zu jeder Steinwelt aufwändig gestaltete Filme produziert. Herausgekommen ist
dabei ein „bewegtes“ Gesamtbild der Messe.
Weiterer Vorteil: Im neuen Online-Shop können sich die Besucher zu attraktiven Online-Konditionen
die Eintrittskarten im Voraus erwerben, zuhause selber ausdrucken und damit ohne Wartezeit direkt in
die Messe gelangen.
Munich Show – Mineralientage München, 28. GEOFA-Fachhändlertag. Publikumstage 29. und 30.
Oktober 2011, Neue Messe München, Eingang Ost, www.munichshow.com

Bild von der Munich Show – Mineralientage München

Mineralientage München

Quellle: Messe München – Mineralientage München

Rundgang auf der eCarTec 2011 in München – Impressionen von der Messe

Die Messe eCarTec 2011 fand in der letzten Woche vom 18. – 20. Oktober 2011 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt und zeigte Elektrofahrzeuge, Speichertechnologien, Antriebs- und Motorentechnik. Wer nicht dabei war, kann hier nochmals ein paar Impressionen sammeln:

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eCarTec 2011 in München

56. Kunst-Messe München im Postpalast vom 19. − 30.10.2011

Kunst-Messe München auf Wachstumskurs

Die Kunst-Messe München ist noch einmal gewachsen. In diesem Jahr werden nicht nur die Rotunde und der anschließende Querriegel mit Messekojen von den treuen, traditionellen Ausstellern der KunstMesse München und wichtigen Neuzugängen bespielt. Der angrenzende Hof vor der Säulenhalle mit der zeitlich koinzidierenden Messe Munich Contempo – International Contemporary Art Fair nimmt auf rund 400 Quadratmetern Bruttofläche eine Handvoll weiterer Aussteller auf, die sich um eine begrünte Piazza gruppieren. Federführend bei der Aufstellung der 56. Kunst-Messe München waren auch in diesem Jahr die vier Beiräte. Das sind Ulf D. Härtl, Christian Ed. Franke und Walter Senger aus Bamberg und Albrecht Neuhaus aus Würzburg, die das Event Kunst-Messe München in 2008 neu formulierten. Veranstalter und Organisator ist die Expo-Management GmbH mit CEO Wolf Krey und Birte Duggen.

Die Kunst-Messe München zählt zu den „Generalisten“ unter der deutschen Kunstmessen. Die rund 45 Aussteller sind auf Kunstgattungen und Epochen spezialisiert, die insgesamt einen profunden Überblick über die Kulturgeschichte vieler tausend Jahre geben. Kunst und Kulturobjekte der Mittelmeer-Antike, Kunst des ägyptischen Altertums gehören dazu, ergänzt wird das Spektrum durch außereuropäische Positionen, etwa der Kunst des Himalaya. Eine Vielzahl gotischer Skulpturen ist im Angebot, Renaissance und Barock, 19. Jahrhundert und gehobene Volkskunst aus der Alpenregion und Textilkunst. Gewachsen ist auch das Angebot der lassischen Moderne, in diesem Jahr reicht die Offerte darüber hinaus sogar bis in das deutsche Informel.

Kunst-Messe München – das Angebot

Mittelmeer-Antike
Antike Kunst aus dem Mittelmeerraum gibt es bei der Galerie Puhze aus Freiburg und Roswitha Eberwein aus Göttingen. Puhze zeigt neben einem dem Python-Maler zugeschriebenen paestanischen Glockenkrater aus der Zeit 350-450 vor Christi Geburt das Haupt des Mithras, des jugendlichen Gottes mit der phrygischen Mütze, der nach den Mysterien den Stier tötet. Der stark verbreitete MithrasKult ist durch die zahlreiche Mithras-Denkmale in Italien und auch in Deutschland belegt. Das marmorne Exemplar bei Galerie Puhze ist auf das 1. Jahrhundert nach Christus datiert und stammt aus der Sammlung Mme Castellani in Paris. Bei Roswitha Eberwein aus Göttingen gibt es neben ägyptischem Altertum auch römische Preziosen, nämlich einen spätrömischen Ohrring aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christus, der mit feiner Granulationstechnik, dem von den Etruskern erfundenen Punktlöten, dekoriert ist und bunte Glaseinlagen fasst.

Skulpturen auf der Kunst-Messe München
Eine breite Suite an Skulpturen der Gotik und der keimenden Neuzeit bringt Walter Senger aus Bamberg mit nach München, darunter eine weibliche Heilige in Lindenholz mit originaler Fassung, Salzburg, um 1460/70, einen vollrund in Lindenholz gearbeiteten Heiligen Michael, Nürnberg, um 1490, und einen vollrund geschnitzten Heiligen Achatius mit alter Fassung, Tirol, um 1500. An die Werkstatt des florentinisichen Frührenaissancekünstlers Lorenzo Ghiberti, dessen Hauptwerk die als Paradiestüre in die Kunstgeschichte eingegangenen Reliefs der Portale des Florentiner Baptisterium sind, ist die intensiv aufeinander bezogene Madonna- Kind-Gruppe in Stuck mit Resten alter Fassung zugeschrieben.
Sie ist zwischen 1378 und 1443 entstanden und ruht auf einem für die Frührenaissance typischen Sockel mit zwei fliegenden Putten im Relief, die ein Medaillon tragen. Neuzeitliche Skulptur bringt auch Albrecht Neuhaus aus Würzburg mit nach München, nämlich die Zweifigurengruppe „Herkules und der nemäische Löwe“, die zu Beginn des 17. Jahrhundert in Augsburg oder München gearbeitet
wurde. Die hohl gegossene Bronze mit dunkler Lackpatina war für einen Wandbrunnen in einer Grotte vorgesehen und besticht vor allem durch ihre veristische Bearbeitung der Oberflächen und der Muskelpartien. Sie ist stilistisch in den Umkreis von Georg Petel (1601-1634) und Hans Krumper (1570-1634) einzuordnen.

Porzellan und Silber
Wie im vergangenen Jahr so ist auch in 2011 das Angebot von Porzellanen auf der Kunst-Messe München besonders hochkarätig aufgestellt. Dafür stehen die Aussteller Elfriede Langeloh aus Weinheim, Frank Oberacker aus Frankfurt und Steinbeck aus Aachen und Boettcher & Ofner aus Hamburg. Das früheste Objekt ist ein Zeugnis der deutschen Porzellangeschichte, ein seltener Humpen
aus poliertem schwarzbraunen Böttger- Steinzeug, Meissen, 1710-13, in einer barocken Silbermontierung, den Elfriede Langeloh mitbringt. Frank Oberacker zeigt neben figürlichem Porzellan und Servicestücken eine Tabatiére in Muschelform in einem Formentwurf von Johann Gottlieb Eder, Meissen, um 1745/50, deren Deckelinneres eine Kommödiantenszene zeigt, die von dem Gemälde „Le
Serenade Italienne“ von Antoine Watteau inspiriert ist. Dieses Gemälde fand durch den Kupferstecher Gérard Baptiste Scotin große Verbreitung und war als Vorlagenblatt in der Malstube der Meissener Manufaktur vorhanden. Historische Silberobjekte bieten wie gewohnt Dr. K & R Schepers aus Münster, Dr. Eva Toepfer aus Bech-Kleinmacher in Luxemburg und Boettcher & Ofner aus Hamburg. Bei
Schepers gibt es wie gewohnt britisches Silber, darunter eine Tazza aus der betont schlichten QueenAnne-Epoche, London, 1709, in Britannia-Standard-Silber. Dr. Eva Toepfer zeigt goldenes Mundzeug aus ehemals kaiserlichem Besitz im originalen Etui, Wien, 1. Hälfte 18. Jahrhundert. Bei Boettcher & Ofner gibt es Münchnerisches: eine seltene frühe Aufsatzschale von Franz-Oxner (Meister von 1647-1688) aus der Zeit um 1670, der seit 1664 Hofgoldschmied in München war.

Möbel auf der Kunst-Messe München
Vor allem die Bamberger Aussteller setzen einen Schwerpunkt auf Möbel, Christian Eduard Franke gehört dazu und Ulf D. Härtl. Bei Christian Ed. Franke zeigt eine sehr gut erhaltene Tapisserie, Brüssel, um 1700, mit einer Gartenlandschaft, dazu einen deutschen höfischen, in Linde geschnitzten und vergoldeten Konsoltisch, ebenfalls aus der Zeit um 1700, der aus westfälischem Adelsbesitz stammt. Bei Härtl brilliert ein Secrétaire à abattant, ein gestempelter Aufsatzsekretär des in Paris ansässigen, deutschstämmigen Franz Rübestück, im dezenten Formkanon des Louis-Quinze gehalten. Einen Schwerpunkt legte Rübestück auf die Produktion der in seiner Epoche sehr begehrten Lackmöbel in der „Facon de la Chine”, ein Stilbegriff, der sich von den fernöstlich inspirierten, gemalten „Chinoiserien” mit See- und Teichlandschaften, Pagoden und Figurenstaffagen auf Lack herleitet, wie
bei diesem „Secrétaire à abattant” in Rotlack-Bemalung. Der zweiteilige Korpus des „Secrétaire à abattant” von Franz Rübestück wird mit der originalen „Brèche d´Alep”-Platte abgeschlossen. Bei Eric Meletta aus München stehen Eisenmöbel im Fokus: eine Empire-Eisentisch, der mit einer Marmorplatte vert-de-mer abgeschlossen wird, entstand um 1820 in Neapel nach einem pompeijanischen Modell.
Dazu passend ist der englische Schaukelstuhl aus gleichem Material, nämlich ebenfalls Eisen konstruiert und hat dazu eine Lederpolsterung. Aus der Hochblüte des Preußischen Klassizismus, der Zeit um 1830, stammt das Paar seltene Berliner Museumsvitrinen, ebenfalls aus Eisen.

Gemälde – Alte Meister – 19. Jahrhundert – Klassische Moderne – Informel
Für die Malerei der Alten Meister steht u.a. das Angebot von Albrecht Neuhaus aus Würzburg. Die Malerei des Goldenen Zeitalters der Niederlanden brilliert bei Neuhaus mit Jan Josefz. van Goyens Ölgemälde „Der Strand von Egmond aan Zee mit Fischern“, aus dem Jahr 1641 (Holz) und „Das Duo. Junge Dame mit einem Notenheft und ihr Kavalier“ (Leinwand) von Jean-Baptiste Pater (Valenciennes
1695 – 1736 Paris). Beide Gemälde sind durch Ausstellungsbeteiligungen geadelt und in der wissenschaftlichen Literatur nachgewiesen. Die Malerei des 19. Jahrhunderts und vor allem die Klassische Moderne und die Nachkriegsära treten verstärkt im Programm der 56. Kunst-Messe München auf. 19. Jahrhundert, sei es Münchner Malerschule, die Schule von Barbizon oder die „Wiener Schule“ zeigen Thomas Schneider aus München, die Inselgalerie Gailer aus Frauenchiemsee, die Galerie Maier & Co. Fine Art aus Stuttgart und Kovacek aus Wien. Bei Thomas Schneider wird das Gemälde „Ruhende Enten in der Sonne mit Halbschatten“ von Alexander Koester aus dem Jahr 1905 zu sehen sein. Zu seiner Standkonzeption und erneuten Teilnahme an der Kunst-Messe München führt er aus: „Ich werde auf der Kunstmesse im Postpalast Gemälde und Papierarbeiten der letzten beiden Jahrhunderte zeigen. 2010 war die Messe für mich die erfolgreichste seit Jahren. Dieses Mal erwarte ich einen ähnlich guten Zuspruch, vor allem auch durch die Erweiterung des Angebots, die sich aus der Zusammenlegung mit der Messe für zeitgenössische Kunst “Munich Contempo” ergeben. Bewusst habe ich für meinen diesjährigen Stand eine Lage am Übergang zwischen beiden Veranstaltungen gewählt, da ich sowohl Arbeiten des sogenannten “Katzen-Adam” aus der Zeit um 1880 zeige, als auch ein großes abstraktes, farbenfrohes Gemälde von Otto Ritschl aus dem Jahr 1968. Die Zusammenlegung beider Messen könnte dazu führen, dass es nach all den Querelen der letzten Jahre endlich wieder eine wichtige, anspruchsvolle Münchner Kunstmesse gibt.“ Hochpreisige Klassische Moderne stellen Galerie Francaise aus München, Galerie Hagemeier aus Frankfurt, Galerie Koch aus Hannover, Koch-Westenhoff aus Lübeck, Galerie Rudolf aus Sylt, Michael Schwarze aus Kelkheim und die Galerie Schwarzer aus Düsseldorf aus. Kunst der Nachkriegsära werden die Neuzugänge Galerie Döbele Dresden und Galerie Maulberger aus München präsentieren.

Kunst-Messe München – Interessantes aus der Hand von Eric Meletta München

Kunst-Messe München

Große Sphinx, signiert und datiert von Felix Austin, England, 1833, artificial limestone, Länge 122 cm, bei Eric Meletta, München.Quelle: Kunst-Messe München

Messe BIKE EXPO 2011 in München auf Wachstumskurs

BIKE EXPO 2011

In der Alpenregion Tegernsee Schliersee steht schon länger E-Biken im Trend – genauso wie auf der Messe Bike Expo 2011 in München. Zahlreiche Radwege rund um den Tegernsee laden zum Radfahren ein – das E-Bike wird der Trend der nächsten Jahre bleiben mit immer neueren Innovationen. Wer sich über die neusten Trends informieren möchte, ist auf der BIKE EXPO 2011 in München genau richtig, die vom 21. bis 24. Juli 2011 auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet.
Die BIKE EXPO befindet sich in ihrem dritten Jahr nachhaltig auf Wachstumskurs. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, also zwei Monate vor Messestart, haben für die 2011er Ausgabe bereits 26 Prozent mehr Aussteller angemeldet. In diesem Jahr geht die BIKE EXPO 2011 erstmalig aktiv alle Segmente der Fahrradindustrie an. Damit positioniert sich die noch junge Messe BIKE EXPO 2011 als übergreifende Präsentationsplattform für Road, Mountain, Urban und Elektro Bikes und bietet dank der Flächenkapazität des Münchner Messegeländes fast unbegrenzte Wachstumsmöglichkeiten für die Zukunft. Die Segmente werden themenspezifisch präsentiert, wodurch eine optimale Orientierung und ein effizienter Messebesuch für den Fachhandel garantiert sind.

„Bike-Business trifft Bike-Leidenschaft“ unter diesem Motto steht die BIKE EXPO 2011 selbst, vor allem aber auch die die neue Actionhalle. Gebündelt werden hier die verschiedenen Events der Münchner Fahrradmesse. Neben dem Dirtjump-Contest und FMBA Silber Event „Go Big or Go Home“ wird dort auch der 2. Maßcup mit 24 internationalen Bike Polo Mannschaften ausgetragen. Der Pump Club Parcours bietet getreu dem Motto „Pumptrack meets Velodrom“ Steilkurven, kleine Doubles und eine Waschbrett Section. MTB 4Cross Vizeweltmeister Roger Rinderknecht und weitere Stars der Szene messen sich in drei schnellen Runden auf dem 60m langen Indoor Parcours mit den Besuchern. Rund um die Eventflächen präsentieren Szenemarken wie Bionicon, Contour, Haibike, POC, Radon, Rose, SR Suntour und TSG ihre neuesten Produkte und schaffen somit eine authentische Festivalstimmung.

Auch das Aufgreifen des E-Mobility Themas als Hallenschwerpunkt und dessen ganzheitliche, konzeptionelle Darstellung durch Extra Energy e.V. hat sich in den letzten beiden Jahren bewährt. Die Zahl und die Präsentationsflächen der Aussteller in dieser Halle wachsen stetig. Auf der BIKE EXPO 2011 stellen u.a. Bionx, BH Bikes, Flyer, Kettler, Kalkhoff, MyStromer, NuVinci, Panther, Sachs Bikes oder TranzX ihre E-Mobility Innovationen in München vor.

Aber nicht nur die Hardware-Hersteller nutzen die BIKE EXPO zunehmend, auch die Textilhersteller präsentieren sich vermehrt in München. Bisher haben sich für die BIKE EXPO 2011 schon Marktgrößen wie Craft, Löffler, Maloja und Vaude angemeldet.

BIKE EXPO 2011 – die Gewinner des 2. BIKE EXPO BrandNew Awards

Der weltgrößte Jungunternehmerwettbewerb der Sportartikelbranche hat sich in den über zehn Jahren seines Bestehens als Trendbarometer der Branche und Sprungbrett für einen erfolgreichen Markteinstieg etabliert. Über 4000 Marken haben seit der Premiere an den BrandNew Awards teilgenommen und viele der ehemaligen Preisträger, wie zum Beispiel Maloja oder Nixon, sind inzwischen erfolgreich in der Sportartikelbranche aktiv. Aufgrund des von Anfang an großen Zuspruchs aus der Fahrradindustrie wird der Wettbewerb seit 2010 auch im Rahmen der BIKE EXPO 2011 durchgeführt. In diesem Jahr reichten 80 Jungunternehmen aus 14 Ländern ihre Ideen ein. Nach eingehender Prüfung der eingeschickten Produktinnovationen kürte die Fachjury schließlich Gewinner in sieben Kategorien sowie einen Overall-Gewinner.

Overall – myStromer AG – +Stromer-
Die E-Bikes von Stromer zeichnen sich durch ein vollintegriertes E-Bike-System aus. Der Akku ist unsichtbar im Rahmen verbaut und per Knopfdruck auswechselbar. Die Leistung des Akkus lässt sich durch die Energierückgewinnung während des Bremsvorgangs optimieren, wodurch eine
höhere Reichweite erzielt wird. Ein getriebeloser Naben-Motor verhindert einen Verschleiß auf Antrieb und Kette. Stromer E-Bikes lassen sich stufenlos, in vier Unterstützungsstufen beschleunigen. Die Jury befand, dass die Stromer E-Bikes den aktuellsten Stand der Technik wiedergeben und die sehr gute Elektronik in Verbindung mit der hohen Wendigkeit viel Fahrspaß bereitet.

Bikes – robaX GmbH – robaX
Die Mehrzweck-Fahrräder der robaX GmbH sind in erster Linie für Gewerbetreibende konzipiert. Egal ob Akten, Pizza oder Eurobox, dank eines variablen Trägersystems lässt sich mit diesen Fahrrädern fast alles transportieren. Hinzukommt eine hervorragende Fahreigenschaft mit der Agilität eines Sportfahrrads. Die Verbindung ökologischer und ökonomischer Grundsätze sowie die klare Positionierung und die gute Verarbeitung beurteilte die Jury als ausgezeichnet.
Singlespeed/Fixed Gear – Bedovelo – Bedovelo twin fixed Das Bedovelo twin fixed ist das erste Zweigang-Fixie. Die Schweizer kombinieren handgefertigte
Stahlrahmen mit einem 2-Gang Schlumpf Getriebe, wartungsarmen Industrieriemen und S&S Coupler am Hinterbau zur Rahmenöffnung beim Riementausch. Der Gangwechsel erfolgt mit der Ferse, indem man während der Fahrt einen bestimmten Knopf an der Kurbel klickt. Die Jury überzeugte das durchdachte Getriebe sowie die Tretlagerschaltung in Verbindung mit dem Fixed Gear Bau.

E-Bike/Pedelec – veloinnovation GmbH – Electrolyte
Pedelecs im Rennrad-Design kommen von Electrolyte Bicycles. Die Fahrräder mit 36 Volt Motor sind speziell konzipiert für die schnelle Fortbewegung in der Stadt. Im Fokus steht daher die Leichtigkeit der Modelle, um so eine schnelle Beschleunigung an Ampeln und Kreuzungen zu gewährleisten. Die Akkus und der „Powerknopf“ sind kaum sichtbar verbaut und unterstützen so den puristischen Vintage-Look. Ein echter Hingucker mit hohem Style-Faktor und einfachem Handling, befand die
Jury.

Bike Parts – PARTS OF PASSION GmbH – POP-Products
Die POP-Products der PARTS OF PASSION GmbH sind die Top-Products in der Kategorie Bike Parts. Egal ob Sättel, Hubs oder Kettenringe, alle POP-Products basieren auf hochwertigen, innovativen Materialien und Fertigungsprozessen. Funktionalität und Design stehen bei allen Fahrradteilen im Vordergrund. Der Jury gefiel vor allem die hohe Qualität des noch jungen Unternehmers.

Apparel – DZR Shoes – DZR Shoes
Die “SPD“-kompatiblen Sneaker von DZR Shoes verbinden Urban Style mit hoher Bike-Funktion. Die festen Gummisohlen verfügen über einen differenzierten Querschnitt, der zum einen hohe Stabilität im Bereich der Schuhplatte und zum anderen ein komfortables Abrollen gewährleistet. Durch diese spezielle Sohlenkonstruktion können die Schuhe auch problemlos für normale Pedale verwendet werden. Die Jury prämierte DZR Shoes, da die Sneakers Funktion und Style gekonnt kombinieren und ein lästiges Wechseln der Schuhe überflüssig wird.

Accessoires – Solestar GmbH – Solestar
Die Kategorie Accessoires konnte die Solestar GmbH mit ihrem Produkt für sich entscheiden. Die Innensohle für Fahrradschuhe, die durch Orthopäden individuell angepasst wird, stabilisiert durch ihr spezielles Wirkprinzip den Fuß und verhindert die typischerweise auftretenden Scherkräfte beim Treten. Die SOLESTAR Radsportsohle besteht aus einem speziellen Carbonmaterial, ist sehr leicht und extrem fest. Die Jury überzeugte neben der individuelle Anpassung und dem daraus
resultierenden hohen Komfort auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nutrition – Frutero GmbH – Frutero
Naschen kann doch keine Sünde sein – Die Frutero Smoothies und Fruit Chips der gleichnamigen GmbH sind es auch nicht. Hergestellt und gefriergetrocknet in Kolumbien, kommt der Obstsnack ohne Geschmacksverstärker, ohne Zuckerzusatz und ohne künstliche Konservierungsstoffe aus – enthält dabei aber noch alle Vitamine. Fair gehandelt sowie der gute Geschmack waren neben dem hohen Vitamingehalt die ausschlaggebenden Kriterien für die Jury, Frutero zum Sieger in der
Kategorie Nutrition zu erklären.

Messe BIKE EXPO 2011 und Messeneuheiten

Bike Expo 2010, Heinz Kettler GmbH & Co.KG - Copyright: streubel-photo.de- Quelle : Messe München

BIKE EXPO 2011

Intersolar Award 2011 für die innovativsten Solarunternehmen

Heute wurde bereits zum vierten Mal in Folge der Intersolar Award 2011 auf der weltweit größten Fachmesse für Solartechnik Intersolar Europe in München verliehen. Der internationale Preis der Solarwirtschaft würdigt Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen „Photovoltaik“ und „Solarthermie“ sowie der Kategorie „PV Produktionstechnik“. Jeweils drei Unternehmen wurden prä-miert. Die Verleihung fand statt ab 15:30 Uhr auf der Neuheitenbörse der Intersolar Europe in der Halle B2 der Messe. Verliehen wird der Preis jährlich von den Veranstaltern der Intersolar Europe, der Solar Promotion GmbH, Pforzheim und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) e.V. Teilnahmeberechtigt waren die Aussteller der Intersolar Europe in München, der Intersolar North America in San Francisco und erstmals auch die Aussteller der Intersolar India in Mumbai und damit mehr als 3.000 Unternehmen.

Die interessierten Unternehmen konnten ihre Bewerbungen vom 15. Februar bis zum 1. April 2011 einreichen. Insgesamt nutzten in diesem Jahr 129 Unternehmen aus 15 Nationen die Gelegenheit, um sich für den Intersolar AWARD 2011 zu bewerben. Jeweils 10 Unternehmen aus den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie sowie der Kategorie PV-Produktionstechnik wurden schon vorab für den Intersolar AWARD nominiert. Aus der Gruppe der nominierten Unternehmen kürten drei unabhängige Fachjurys mit Experten aus Forschung, Wissenschaft, Industrie und Fachmedien die jeweils drei Gewinner je Sparte, die heute bekanntgegeben wurden.

Für den Intersolar AWARD waren Produkte und Lösungen zugelassen, die 2011 erstmals auf der Intersolar Europe oder auf der Intersolar North America ausgestellt werden oder im Dezember 2010 auf der Intersolar India ausgestellt wurden. Dazu zählten auch Produkte oder Lösungen, die eine signifikante Weiterentwicklung bestehender Technologien darstellen. Die Einreichungen sollten erprobt sein oder sich bereits in der Anwendungsphase befinden. Die Bewertungskriterien orientierten sich dabei an den Herausforderungen des Marktes: dem technologischen Innovationsgrad, dem Nutzen für Industrie, Umwelt und Gesellschaft, der Wirtschaftlichkeit der Lösung und dem Nachweis der Innovation.

In diesem Jahr spiegelt der Intersolar AWARD in besonderem Maße die Internationalität der Branche wider: Erstmals waren in diesem Jahr auch die Teilnehmer der Intersolar India in Mumbai aufgefordert, sich um den Intersolar AWARD zu bewerben.


Intersolar Award 2011 – Die Gewinner im Bereich „Photovoltaik“


Die Photovoltaik Jury zeichnete unter den zehn nominierten Unternehmen drei mit dem Intersolar Award 2011 aus. Als Laudator ehrte Dr. Michael Fuhs, Chefredakteur des Magazins „photovoltaik“ die drei Preisträger bei der Preisverleihung.

Die Autarcon GmbH, Kassel hat sich auf die Wasseraufbereitung für strukturarme Regionen spezialisiert. In vielen Regionen der Welt herrscht eine Unterversorgung mit sauberem Wasser. Autarcon stellt nach Ansicht der Jury dazu eine zuverlässige mechanische Anlage zur Förderung, Filterung und Desinfektion von Wasser zur Verfügung. Das „SuMeWa|SYSTEM“ von Autarcon erzeugt selbständig Strom und ist damit unabhängig von einer externen Energieversorgung. Dank elektrolytisch erzeugten Chlors wird das Wasser entkeimt und lässt sich problemlos speichern. Bei der Lösung von Autarcon überzeugte die Jury die einfache Technik, deren Wartung größtenteils per Zahnbürste und Zitronensäure erfolgen kann. Die Lösung ist geeignet für die Massenproduktion und für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern, wo es helfen kann, die Lebensgrundlage von 800 Millionen Menschen zu sichern, die täglich verunreinigtes Wasser trinken müssen. Aus Sicht der Jury handelt es sich dabei um eine beispielhafte ökologische Lösung.

Die BELECTRIC Drive GmbH, Kolitzheim, stellt eine neuartige Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Dazu entwickelte das Unternehmen Technologien zur Verknüpfung eines regenerativ gespeisten Stromnetzes mit der Elektromobilität der Zukunft. Ein lokales Lastenmanagement-System stimmt die Ladezeiten der Elektroautos mit der Sonnenstromerzeugung ab. Auf diese Weise wird der Sonnenstromanteil in den Fahrzeugbatterien maximiert und der Bezug von teurem Spitzenlaststrom vermieden. Die zugehörige Ladebox ist modular aufgebaut, flexibel anpassbar und koppelt Solarstrom und Elektromobilität zu einer schlüssigen Lösung. Das System ist so aufgebaut, dass Autofahrer die getankte Energie mit dem Parkscheinautomaten abrechnen können. Die Jury überzeugte dabei vor allem, dass das System vom ersten bis zum letzten Schritt überzeugend durchdacht ist.

Die Aluminium Féron GmbH & Co. KG, Düren, ist spezialisiert auf die Beschichtung und Lami-nierung bahnförmiger Materialien. Folien für die Rückseitenbeschichtung von Photovoltaikmodulen sind ein wesentlicher Bestandteil photovoltaischer Systeme. Die neuen “HelioX PV® backsheets CPC” des Unternehmens erhöhen die Effizienz von kristallinen Solarmodulen und zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus, was zu geringeren Produktionskosten und damit zu Preisvorteilen für den Kunden führt. Funktionstüchtige Module mit der neuen Folie durchlaufen derzeit noch einige Tests, doch die Folie selbst hat alle Einzeltests mit Bravour bestanden, was auch die Jury überzeugte.

Intersolar Award 2011- Die Gewinner im Bereich „PV Produktionstechnik“

Auch die Jury für den Bereich „PV Produktionstechnik“ wählte drei Gewinner aus. Prämiert wurden in dieser Kategorie Unternehmen, die sich durch besondere Innovationen im Bereich von Maschinen, Rohstoffen und Dienstleistungen für die Produktion von Photovoltaikmodulen und -zellen hervorgetan haben. Als Laudator ehrte Dr.-Ing. Frank Schitthelm, Head of Engineering, Deutsche Cell GmbH, Freiberg/Sachsen die drei Preisträger bei der Preisverleihung.

Die Erzeugung erneuerbarer Energien fordert auch eine nachhaltige Wertschöpfungskette für die Technologien und Produkte, die dazu eingesetzt werden. Diesem Thema hat sich die die Decker Anlagenbau GmbH, Berching, gewidmet. Das Unternehmen ist spezialisiert auf nasschemische Anlagen für die Photovoltaik, die Halbleiter- und die metallverarbeitende Industrie. Jetzt ist es dem Unternehmen erstmals gelungen, feinteilige Siliziumreste mit einem optimalen Einsatz von Chemikalien wiederzuverwerten. Dafür hat Decker Anlagenbau eine technologisch sehr anspruchsvolle Lösung entwickelt, die sich für Korngrößen von bis zu 0,1 mm eignet. Die neuen Möglichkeiten die sich daraus für das Recycling von Silizium ergeben, haben die Jury überzeugt.

Die Manz Automation AG, Reutlingen, ist ein international tätiges Maschinenbau Unternehmen. Mit der neuen Produktionsanlage “Manz One Step SE” ist es Manz Automation gelungen, eine vollautomatisierte Produktionsanlage zu entwickeln. Sie erzeugt aufgrund eines laserbasierten Prozesses mit höchster Präzision hochdotierte Bereiche im Emitter einer kristallinen Silizium Solarzelle. Damit erhalten die Solarzellen die gewünschte elektrische Leitfähigkeit. Nach Ansicht der Jury zeichnet sich die Lösung durch besondere Effizienz und Wirtschaftlichkeit aus, weshalb das Unternehmen dafür mit dem Intersolar AWARD geehrt wird.

Die NanoFocus AG, Oberhausen, entwickelt technologische Lösungen für die optische dreidimensionale Oberflächenanalyse im Mikro- und Nanometerbereich. Mit dem neuen Messsystem „µsurf solar 2“ widmet sich das Unternehmen der Qualitäts- und Prozesskontrolle in der Fertigung von Solarzellen. Nach Ansicht der Jury erlaubt das neue System eine deutliche Verbesserung der Qualitätskontrolle in der Fertigung hinsichtlich Schnelligkeit, Handhabung und Zuverlässigkeit und das bei höchster Präzision.

Intersolar Award 2011 – Die Gewinner im Bereich „Solarthermie“

Ähnlich wie in der Photovoltaik ist auch die technologische Entwicklung der Solarthermie derzeit getrieben von der Entwicklung preiswerter Angebote für Wohnhäuser und industrielle Anlagen. Auch hier gilt das Augenmerk also innovativen und vor allem effizienten Lösungen. Die Solarthermie Jury zeichnete unter den zehn nominierten Unternehmen drei mit dem Intersolar AWARD aus, die diese Anforderungen in besonderer Weise erfüllen. Als Laudator ehrte Prof. Dr. Klaus Vajen vom Institut für Thermische Energietechnik der Universität Kassel die drei Preisträger bei der Preisverleihung.

Die Absolicon Solar Concentrator AB, Härnösand/Schweden, verbindet die Erzeugung von Sonnenstrom mit der Nutzung der Sonnenwärme, mit Hilfe so genannter PVT Kollektoren. Der „Absolicon X10 PVT“ ist der erste konzentrierende PVT-Kollektor, bei dem die Wärmeerzeugung im Vordergrund steht. Nach Ansicht der Jury ermöglicht die technische Konstruktion dabei einen signifikant höheren Ertrag als bei bisherigen Systemen. Dabei überzeugten die Jury vor allem der erfolgreiche Einsatz in ersten Objekten und die in Prüfberichten dokumentierten Technikeigenschaften.

Die Dr. Vetter Gesellschaft für Medizinische Datentechnik, Bio- und Umwelttechnik mbH, Baden-Baden, entwickelt Lösungen im Bereich der Meß- und Regeltechnik. Der von dem Unter-nehmen entwickelte Parabolrinnenkollektor „IT.collect“ bietet nach Ansicht der Jury vielfältige Montagemöglichkeiten, beispielsweise auf schrägen Industriedächern oder öffentlichen Einrichtungen, die bisher nicht oder nur bedingt für eine Nutzung geeignet waren. Das System besteht aus günstig zu produzierenden Kunststoffkomponenten und ist modular erweiterbar. Solares Kühlen und Solare Prozesswärme können dabei jeweils mit einem hohen Ertrag nutzbar gemacht werden.

Savo-Solar Oy, Mikkeli/Finland und Hydro Aluminium Precision Tubing, Tønder/Däne-mark überzeugten die Jury mit einem Gemeinschaftsprojekt, dem “Savo-Solar Al-MPE” Absorber, der vollständig aus speziell legiertem Aluminium gefertigt ist. Der neue Absorber ist preiswert in der Herstellung und die Länge des Absorbers und damit auch die Größe der Absorberfläche sind frei wählbar. Erreicht wurde dies unter anderem durch die Entwicklung eines Beschichtungsprozesses im Batchbetrieb, der die Bandbeschichtung ermöglicht und durch den Wegfall von Produktionsschritten die für andere Absorberlösungen nötig sind, was die Jury letztendlich überzeugte.
Die Intersolar Europe 2011 findet vom 8. bis 10. Juni auf der Neuen Messe München statt.

Video vom Intersolar Award 2011

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Quelle : Messe München & Intersolar Europe
Intersolar Award 2011

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