Archiv für Februar 2012
Auch dieses Jahr der Poetry Slam in der BMW Welt in München
Wer dynamischen Sprachwitz, Formulierkunst und außergewöhnliche Performance liebt, der ist beim diesjährigen Poetry Slam in der BMW Welt in München genau richtig. Am ersten März treten sechs der bekanntesten deutschsprachigen Slam-Poeten beim literarischen Wettbewerb gegeneinander an. Mit dabei sind Wehwalt Koslovsky (Berlin), Sven Kemmler (München), Björn Högsdal (Kiel), Theresa Hahl (Marburg), Alex Burkhard (München) und Jakob Nacken (Tübingen). Der Abend wird im Zeichen der “Dichter des Jahres” stehen. Der erste Teil der Veranstaltung steht im Zeichen bekannter Werke von Hermann Hesse, Jean Hans Arp, Ludwig Uhland, August Strindberg, Robert Gernhardt und Karl May – im zweiten Teil greifen die Poeten das Thema erneut auf und präsentieren ihre eigenen für diesen Anlass geschriebenen Antworten. Moderner Lyrik in einem interessanten Ambiente. Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr – Einlass bereits ab 19.30 Uhr – freie Platzwahl. Die Veranstaltung ist schon ausverkauft – möglicherweise wird es noch Restkarten an der Abendkasse geben.

Skandale in der Lebensmittelindustrie – gibt es Alternativen zu mehr Qualität und Transparenz ?
Skandale in der Lebensmittelindustrie – es vergeht kein Jahr, wo nicht wieder was neues aufgedeckt wird. 2005 Geflügelabfälle umdeklariert und an Lebensmittelhersteller verkauft – 2006 Gammel-Eier * 2006 Gammelwild-Skandal * 2008 Mäusekot im Mozzarella * 2010/2011 Dioxin in Eiern * 2011 Ehec-Erreger in Gurken – die Liste wird leider immer länger. Gerade eben hat gerade die Bäckereizunft erwischt. Der Skandal um Müllerbrot in Freising schädigt wieder eine ganze Branche – Schaben, Mäusekot und verdreckte Förderbänder sind das Resultat – die Zeche hier zahlen die kleinen Filialen, die mit einen dramatischen Umsatzrückgang zu kämpfen haben und nach der Insolzenz von Müllerbrot auch wir Steuerzahler. Und häufig steckt hinter diesen großen Skandalen meist pure Profitgier – da werden Hygiene im Betrieb, Qualität und geltende Gesetze einfach vernachlässigt. Sicherlich gibt es nicht nur Verlierer – Biobäckereien oder kleine Betriebe profitieren erst mal nach solchen Skandalen. Wie es so schön heißt – der Markt regelt sich von alleine – aber viele bleiben auf der Strecke ? Muss das sein oder gibt es Alternativen ?
Wir haben uns mal umgeschaut und interessante Konzepte näher angeschaut:
Einen guten Ansatz hat hier die Naturkäserei Tegernseerland in Kreuth gemacht. Aus dem Wunsch heraus, die eigenen Erzeugnisse selbständig vermarkten zu können, gründete sich im Jahr 2007 die Genossenschaft der Naturkäserei TegernseerLand eG. Im Sektor Mich hatten die Bauern in Deutschland nicht viel zu lachen – die Milch Preise fielen und fielen. Ziel der Genossenschaft am Tegernsee war es nicht nur einen fairen Milchpreis zu gewährleisten, sondern auch die Möglichkeit aus dem hochwertigen Rohstoff Heumilch diverse Qualitäts-Erzeugnisse zu produzieren. Und nicht zuletzt erfreut sich der Kunde an den hochwertigen, kerngesunden und schmackhaften Lebensmitteln, die aus der wertvollen Heumilch regionaler Milchbauern produziert werden. Dabei entstehen Produkte wie der Tegernseer Bergkas von Jung bis Mittelat, Wallberger Natur, Wallberger Kräuter, Hirschberger, Tegernseer Weinkas, Tegernseer Camembert, Riedersteiner, Wildschütz Jennerwein oder der leckere Heumilch-Joghurt. Ein Erfolg , der sich sehen lässt. Über 300 Händler zählt nun die Naturkäserei zu seinen Kunden.
Zwar kennt man bei der Naturkäserei in Tegernsee die Betriebe, die die Milch liefern, aber nicht steht hier auf jeden Käse, die Kuh mit Namen – das wäre auch zu viel des Guten. Aber das ist die Überleitung zu einer neuen Vermarktungsidee, die aktuell in den Medien verbreitet. Website-Gründer Dennis Buchmann und Bauer Bernd Schulz verkaufen Wurst, wo der Name des verarbeiteten Schweines mit Bild abgedruckt ist. Der hohe Bekanntheitsgrad der Webseite meinekleinefarm.org durch zahlreiche Zeitungsartikel – zuletzt sogar auch in der Bild Zeitung – und Berichterstattungen im Fernsehen hat die Umsätze steigen lassen und ein reges Interesse ausgelöst. Mittlerweile ist die Vermarktungsidee vom ausländigen Medien wie dem ersten russischen Staatsfernsehen und der Sun aufgenommen worden. Wer einen Blick in den Shop auf der Internetseite wirft, wird unweigerlich merken , daß die und die Wurstartikel bereits ausverkauft sind. User können via Internet abstimmen, welches Schwein sie am liebsten essen würden. Der Sieger des Votings wird dann geschlachtet. Aber bei diesem Modell der Vermarktung haben sich schnell auch Gegner formiert – es geht um Mord am Schwein und ob es ethnisch vertretbar ist. Gründer Dennis Buchmann möchte aber Menschen dazu bringen, weniger Fleisch zu essen – und dann mit mehr Respekt.

Nach den Lebensmittelskandalen wollen viele Menschen einfach nur wissen, wo die Lebensmittel, die sie essen, überhaupt herkommen. Die zwei Modelle zeigen, daß Qualität und höhere Preise auch strategische und Zukunftsmodelle auch in unserer globalen Welt sein können. Unsere Welt besteht nicht nur aus Geiz ist Geil.
Messe f.re.e 2012 in München – die Neuheiten und Trends bei der Reise- und Freizeitmesse
In weniger als einer Woche beginnt Bayerns größte Reise- und Freizeitmesse auf dem Gelände der Messe München. In sechs Hallen präsentiert die f.re.e neben einem vielfältigen Reiseangebot Trends und Neuheiten im Freizeitbereich. Neu dabei sind in diesem Jahr eine tägliche Dirtbike Jump Show, Surfsimulatoren sowie ein ultraleichtes Kajak aus Carbon. Im Mittelpunkt steht das diesjährige Partnerland Slowenien mit seinen vielseitigen Freizeitmöglichkeiten. Die f.re.e findet vom 22. bis 26. Februar statt.
Mehr als 1.200 Aussteller aus über 50 Länder informieren die Besucher in sechs Themengebieten über Reise- und Freizeitmöglichkeiten für die nächste Urlaubssaison. Der Schwerpunkt der f.re.e liegt auf dem Thema Reisen. Mit rund 30.000 Quadratmetern nimmt dieser Bereich fast die Hälfte der Messefläche ein. Die Angebote reichen von Fernreisen nach Lateinamerika und Asien über Strandurlaube am Mittelmeer bis zu Ferien in Deutschland und der Alpenregion. Diese liegt laut einer aktuelle Studie der Commerzbank voll im Trend. In diese Entwicklung passt das diesjährige Partnerland Slowenien.
Nur wenige Autostunden von Bayern entfernt bietet es in unmittelbarer Nähe sowohl Alpengipfel als auch Meeresküste. Das macht Slowenien zu einem vielseitigen Reise- und Freizeitland. Outdoor Fans, Fahrradfahrer und Wassersportler finden zahlreiche Möglichkeiten, um ihren Aktivitäten nachzugehen. Darüber hinaus zählen die Städte Ljubljana und Maribor zu den wertvollsten Kulturstädten Europas. Slowenien (B5.240) präsentiert sich den f.re.e Besuchern mit dem Schwerpunkt Slowenisch-Istrien und seinem knapp über 40 Kilometer langen Küstenstreifen.
Fahrrad, Sport & Outdoor
Einen weiteren Schwerpunkt der f.re.e stellt der Fahrradbereich dar. Den Besuchern präsentieren sich über 50 Fahrradmarken. Im Mittelpunkt: E-Bikes, mit denen steile Anstiege nur noch halb so anstrengend sind, sowie 29“- Mountainbikes.
Diese rollen leichter, sind schneller und komfortabler. Unangenehme Stöße werden durch die großen Laufräder abgefedert. Besucher haben die Möglichkeit, die neuesten Modelle in zwei verschiedenen Parcours vor Ort zu testen. Highlight im Mountainbikeparcours (A6.540) ist die tägliche Dirtbike Jump Show. Dort zeigen Jugendliche der Starnberger „Bikeanstalt“ jeweils um 11 und 14 Uhr sensationelle Sprünge und Kunststücke.
Nebenan im Outdoor Bereich (Halle A6) verwandelt sich die f.re.e in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) zu einem riesigen Kletterzentrum. An der Boulderwand findet am Freitag, 24. Februar, der CLIMB f.re.e statt, an dem Amateure um die Wette bouldern. Am Samstag und Sonntag (25./26. Februar) werden dort die Bayerischen Meister ermittelt. Besonders beliebt bei den jungen Besuchern ist der f.re.e Outdoor-Triathlon, der zusammen mit dem Sportamt München veranstaltet wird. Hier kann jeder Teilnehmer seine Geschicklichkeit und Zielgenauigkeit unter Beweis stellen: Beim Bogenschießen (A6.571) geht es darum, genau ins Schwarze zu treffen, im Mountainbike Parcours (A6.540) müssen Hindernisse schnell und geschickt überwunden werden und das „Tragerlklettern“ am Hochseilgarten (A6.543) erfordert einen besonderen Sinn für Gleichgewicht und Fingerspitzengefühl.
Wassersport
Die Vielseitigkeit des Wassersports erleben die Besucher in Halle B6. Darunter befindet sich auch eine Weltneuheit: Der Rosenheimer Faltboothersteller Klepper (B6.342) hat in Zusammenarbeit mit der TU München ein zerlegbares Kajak aus Carbon entworfen, das wegen der ultraleichten Bauweise mühelos als Rucksack transportiert werden kann. Durch verschiedene Bausteine und Funktionen besteht die Möglichkeit, das Kajak in ein Floß oder einen Katamaran umzufunktionieren.
Als Erlebnismesse bietet die f.re.e zahlreiche Möglichkeiten, Freizeitangebote und Zubehör vor Ort zu testen. Neben Kanu und Kajak reicht die Auswahl an Wassersportarten von Tauchen über Kite- und Windsurfsimulatoren bis zur neuen Trendsportart Stand Up Paddling – eine Kombination aus Surfen und Paddeln, die ein hohes Maß an Gleichgewicht und Koordination erfordert. Wer lieber zuschaut als selbst aktiv zu werden, der kann spektakuläre Kajakfahrten entspannt im Panoramakino erleben. Auf einer 270 Grad Leinwand werden Filme aus der Perspektive der Sportler gezeigt. Der Zuschauer ist somit mittendrin im Geschehen und hat das Gefühl, selbst den Gebirgsfluss mit dem Kajak zu befahren oder durch Unterwasserwelten zu tauchen.
Spektakuläre Ballwechsel liefern sich die Beachvolleyballer am Wochenende 25./26. Februar Auf den Courts in der Beachworld (B6.510) werden die Bayerischen Indoor Meisterschaften ausgespielt.
Gesundheit & Wellness
Zum Publikumsmagnet hat sich in den vergangenen Jahren der Themenbereich „Gesundheit & Wellness“ entwickelt. Neu in diesem Jahr ist die Fitness Lounge. Um diese herum werden Fitnessmethoden und die passende Ausrüstung präsentiert. Besucher haben die Möglichkeit, die Geräte und Übungen direkt vor Ort zu testen.
Caravaning & Mobile Freizeit
Trends und Neuigkeiten aus dem Bereich Caravaning und Mobile Freizeit (Halle B4) präsentiert die f.re.e auf rund 6.400 Quadratmetern. Das entspricht einem Anstieg der Nettoausstellungsfläche um zehn Prozent. Nach einer Pause sind unter anderem Modelle von Frankia, Hobby, Karmann, Knaus und Rimor wieder vertreten. Insgesamt nehmen 15 Marken teil, die im Vorjahr nicht zum Ausstellungsangebot zählten. Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) präsentiert die Sonderschau „Green Caravaning“, auf der man Einblicke in die Verwendung von Leichtbaumaterialien, Solarmodule und Hybridtechnik erhalten kann.
Einsteiger erhalten im Fahrsimulator ein erstes Gefühl für das Steuern eines Reisemobiles (B4.404). An der Campingplatz Servicestation finden die Besucher und Informationen über attraktive Campingplätze für den nächsten Wohnwagen- oder Zelturlaub.
Wie vielfältig die Möglichkeiten bei Caravaning und mobiler Freizeit sind, zeigt das Beichtmobil des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“. Pater Hermann-Josef Hubka reist mit einem zum „fahrenden Beichtstuhl“ umgebauten VW-Bus durch Deutschland und besucht in diesem Jahr erstmals die f.re.e (B4.413).
in diesem Jahr finden erstmals die Münchner Autotage unter dem Dach der Reise- und Freizeitmesse f.re.e statt. In Halle C4 präsentieren 50 Händler 27 Automarken. Alle namhaften Autohersteller werden auf der f.re.e vertreten sein. Und man kann viele Modelle auch Probe fahren.
Impressionen vom Winterzauber Tegernsee – ein See in ein Froststarre
Sonntag, der 12.2.2012 – Sonne über dem Tegernseer Tal und der Tegernsee durch den Frost erstarrt. Während viele bei eisigen Temperaturen wieder in langen Schlangen auf die Wallbergbahn warteten, um dann mit dem Rodel die längste Rodelbahn Deutschlands runter zu fahren, genossen viele unten im Tal das herrliche Wetter direkt am See. Ein schöner Anblick – aber viele konnten sich dem Bann nicht entziehen auf das Eis gehen, obwohl der Tegernsee nicht von den Gemeinden freigegeben worden ist. Das Betreten der Eisfläche erfolgte auf eigene Gefahr – Lebensgefahr drohte , aber das hielt viele nicht davon ab Wandertouren über den Tegernsee zu absolvieren. Besonders hier von Tegernsee nach Rottach und aber auch vom Malerwinkel zur Point. Besonders schlimm , daß hier viele Besucher sogar mit Kinderwagen auf das Eis wagten. Unverständnis von vielen, die vom Ufer das treiben auf dem Eis beobachteten. Auch wenn das Eis an vielen Stellen sicherlich tragfähig ist, man sollte sich im klaren sein : Der Tegernsee war – ist und bleibt tückisch.
Impressionen vom 12.2.2012 aus Rottach-Egern:






