Google Street View ist in aller Munde – nicht ein Tag vergeht ohne etwas über Googles neuen Dienst Google Street View zu hören ist – Radio – Fernsehen – überall Diskussionen über Vor- und Nachteile des Dienstes. Endlich auch ein Thema für die Politik Ilse Aigner gegen Kay Overbeck . Warum gibt es die Aufregung derzeit ? Google möchte in 20 Städten Deutschlands seinen Kartendienst Google Street View starten – darunter sind Ende des Jahres folgende Städte : Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal. Bis zum 15. Oktober können Immobilienbesitzer und Mieter gegen die Veröffentlichung ihrer Häuser und Wohnungen Einspruch per Mail oder Post einlegen. Gesichter und Autokennzeichen werden von so wie so von vornherein gepixelt. Diskussionen rund um den Dienst mögen ja richtig sein – aber große Frage sollte man sich auch stellen – wie schütze ich meine Daten generell im Netz. Google Street View ist in Deutschland noch nicht an den Start gegangen – schon geht das Geschrei um Datenschutz umher – das Schreckgespenst Google – interessant ist aber : Gibt es schon andere Konkurrenz in bestimmten Städten, die einen ähnlichen Dienst online gestellt haben. Und wenn ich mich mal im Netz umschaue , wird man gleich sehen – Google ist nicht der einzige “Böse” im Netz – nein – es gibt schon diverse andere Dienste , die Kartenmaterial im Netz verteilen ohne groß in die PR Maschinerie zu gelangen. Man nehme nur die Städte Köln und München und schaue ganz einfach mal auf den Anbieter Sightwalk – den Namen werden sicherlich einige noch nie gehört haben- aber man schaue sich das genau an http://sightwalk.de/#pano=279424;city=123939 und entdeckt den Viktalienmarkt heute schon im Internet. Aber über diesen Dienst hat sich noch keiner lautstark beschwert. Weitere Beispiele werden wir demnächst mal aufzählen.
Aber mal Spaß nebenbei – was bringt den Google Street View dem Tourismusdestinationen wie Tegernsee oder dem Allgäu. Urlauber könnten sich schon in der Planungsphase einen Überblick über die Lage ihres Gastbetriebes machen und sehen, wie ansprechend die touristische Infrastruktur in dem jeweiligen Ort ist – für viele Betriebe kann das zum Problem werden – für andere ein Vorteil, um neue Gäste zu gewinnen. Für ältere Personen kann Google Street View oder andere Dienste eine gute Möglichkeit sein, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen und dann bei der ersten Begehung im Urlaubsort die Orientierung zu behalten. Typisches Beispiel wäre zum Beispiel die Toskana – Florenz mit seinen Sehenswürdigkeiten und den vielen Menschen. Dort ist der Dienst eine Klasse Idee, um schnell und übersichtlich zu sehen, wo kann ich hingehen und wo sind die Sehenswürdigkeiten ( hier mal ein paar Sehenswürdigkeiten -> Florenz -Baptisterium -> Florenz Dom Santa Maria del Fiore ). Aber auch am Tegernsee wird es Gegner geben gegen diesen Dienst , die Ihre Privatsphäre bzw. Grundstück schützen möchten.
Zum Schluß kann man jetzt debattieren - ob Pro oder Contra Google Street View – jeder muss das selber entscheiden – aber jeder sollte mal sich Gedanken machen , wo seine Daten bisher gespeichert werden oder wo man seine Daten bereits freiwillig verteilt. Jeder sollte sich im Klaren sein : Jeder Schritt im Internet wird protokolliert – und nicht nur da – auch jeder Einsatz eines Zahlungsmittels oder spezieller Payback Punktesysteme beim Bezahlen machen den Menschen wie auch immer zum gläsernen Menschen.
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