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Saitensprünge 2009 : Brazil-Jazz mit Chris Gall und Pedro Tagliani
Inzwischen spielen zuweilen ganz große Stars der brasilianischen Musik wie Egberto Gismonti Stücke von zwei Musikern, deren einer aus Bad Aibling kommt: Chris Gall. Er ist eines der größten pianistischen Talente der aktuellen, globalen Jazz-Szene, virtuos, versiert und unglaublich vielseitig. Seine akademischen Weihen erhielt er in Berklee, konzertante Feuertaufen beispielsweise beim Jazzfestival von Montreux. Seine Trio-CD “Climbing Up” mit Sänger Enik schlug mächtig Wellen,bekam begeisterte Kritiken. Mit der natürlichen, funkelnden Eleganz eines Fisches im Wasser bewegt er sich ebenso inspiriert und inspirierend im Umfeld indischer Musiker (siehe seine Konzerte und Aufnahmen mit dem Sitar-Meister Shakir Khan) wie in der von ihm heiß geliebten und blendend beherrschten brasilianischen Musik. Eine langjährige Freundschaft und musikalische Partnerschaft verbindet den Aiblinger Tastenvirtuosen mit dem Super-Gitarristen Pedro Tagliani aus Porto Alegre, Brasilien. Zusammen sind sie das “Duo Dois”, haben erst kürzlich eine neue CD eingespielt. Mit dieser im Gepäck und ihrer wunderschönen Musik voll raffiniert-swingender Rhythmen, wunderbarer Melodien und viel brasilianischem Lebensgefühl gastieren sie am Mittwoch, den 11. November ab 20 Uhr im Rahmen des Gitarrenfestivals Saitensprünge im Kurhaus Bad Aibling.(Quelle: Presse Saitenspünge)
Saitensprünge 2009 Bad Aibling : Pepe Romero spielt Tárrega und Albéniz
So sehr die Gitarre zurecht als Weltbürgerin unter den Instrumenten gilt, als das meistgespielte Musikinstrument – so eng ist doch nach wie vor der Bezug zu Spanien. Dass die Konzertgitarre, die klassische, nylonbesaitete Gitarre lange Zeit auch als “spanische Gitarre” bezeichnet worden ist, ist einerseits begrifflich unscharf. Schließlich gibt es da als urspanische Form die “Guitarra Flamenca” mit ihrer leichteren Bauweise, ihrem perkussiveren Ton. Es hat andererseits aber berechtigterweise mit einer grandiosen Blütezeit der Gitarrenmusik zu tun, die im Spanien des ausgehenden 19. Jahrhunderts stattfand. Antonio de Torres (1817 bis 1892), der “Stradivari des Gitarrenbaus” brachte die Konzertgitarre in ihre bis heute gültige Form. Und mit Francisco Tárrega (1852 – 1909) trat ein Gitarrenvirtuose und Komponist von überepochaler Bedeutung in Erscheinung, der nicht nur eine spieltechnische Schule gründete, die bis heute fortwirkt, sondern vor allem mit seinen hochromantischen Kompositionen eine riesige Welle der Begeisterung auslöste und maßgeblich prägte, was heute noch als spanische Gitarrenmusik schlechthin gilt. Anders als Tárrega war der Komponist Isaac Albéniz (1860 – 1909) Pianist. Kein Wunder, dass seine Kompositionen schon zu seinen Lebzeiten ebenso gerne auf der Gitarre gespielt wurden, als auf dem Tasteninstrument – waren diese doch zutiefst inspiriert von Gitarrenklängen,
insbesondere vom Flamenco Andalusiens. Pepe Romero, fraglos einer der zehn bedeutendsten Konzertgitarristen der letzten hundert Jahre und oftmals als “König der Gitarre” apostrophiert, widmet sein Solokonzert bei den Saitensprüngen (8.11., Kurhaus, 20 Uhr) ganz der Musik von Tárrega und Albéniz, sowie seinem verstorbenen Vater Celedonio Romero und begründet dies in einem sehr persönlichen Vorwort wie folgt: “Waren es doch diese Komponisten, die gespielt von den göttlichen Händen meines geliebten Vaters und Lehrers Celedonio Romero dafür gesorgt haben, dass ich mich in jungen Jahren auf`s Leidenschaftlichste verliebt habe in die Musik, die Gitarre, und Spanien. Die mich die
Schönheit des Lebens mit vibrierender Intensität spüren ließen. Ihre Musik erfüllte meine Kindheit. Ich erinnere mich daran, wie mein Vater und seine Freunde, (die direkte Schüler Tárregas waren, insbesondere Rogelio Molina) lange Abende mit der Suche nach der richtigen Klangfarbe, Phrasierung und den richtigen Fingersätzen verbrachten, um die Schönheit und Poesie der Musik von Tárrega und Albéniz auf bestmögliche Weise zum Leben zu erwecken. Ich habe für dieses Programm besonders die Stücke ausgewählt, die mein Vater am meisten schätzte und am liebsten spielte und sie so aneinandergereiht, wie er das zu tun pflegte. Mit dieser Hommage an diese beiden genialen Tonschöpfer möchte ich
mein Publikum dazu einladen, mich auf eine Reise zu meinen Wurzeln zu begleiten, und mit mir all die Erinnerungen wach werden zu lassen, die sich so tief in meine Seele eingeschrieben haben.” (Quelle: Presse Saitenspünge)
Tickets erhalten Sie hier unter der Suche nach: Bad Aibling
Sonntag, 8. November, 20 Uhr, Kurhaus Bad Aibling.





