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Praxisschließungen am 26./27. August 2010 im Raum Tegernsee
Wie in vielen Orten Deutschlands werden am 26. und 27. August die Praxen vieler Hausärzte geschlossen bleiben – davon wird auch nicht das Tegernseer Tal und die Umgebung verschont bleiben. An vielen Praxen wird dann dieses Plakat mit folgenden Inhalt zu sehen sein :
Patienteninformation zur Praxisschließung am 26./27. August 2010Wir schließen am 26. / 27. August 2010 unsere Praxen als Warnung an den Gesundheitsminister Dr. Rösler. Der Minister ist der Meinung, dass man auch an den Hausärzten sparen müsse, wenn alle sparen müssen. Er übersieht dabei, dass an uns Hausärzten bereits seit Jahrzehnten gespart wurde und die hausärztliche Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung in wenigen Jahren kaputt gespart sein wird. Mit dieser Praxisschließung wollen wir Sie, liebe Patientinnen und Patienten, nicht ärgern und auch nicht im Regen stehen lassen. Diese Praxisschließung soll nur als Warnung und Hinweis dienen, wie es ist, wenn es uns nicht mehr gibt.Der Altersgipfel der bayerischen Hausärzte liegt inzwischen bei 60 Jahren. In den kommenden vier bis fünf Jahren werden etwa 40 % der Hausärzte Bayerns in Rente gehen. Aber die Praxisnachfolger bleiben aus. Die jungen Kollegen wenden sich anderen Berufen zu, gehen in die Industrie und ins Ausland. Allein in den Spitälern der Schweiz sind derzeit mehr als 3 500 junge deutsche Ärzte tätig.Nach offiziellen Berechnungen kostet jeder ins Ausland abgewanderte Arzt den deutschen Steuerzahler mehr als eine Million Euro – bei 2000 bis 3000 Ärzten, die jährlich Deutschland verlassen, macht das drei Milliarden Euro pro Jahr. Ist das die richtige Politik, die junge Ärzte scharenweise ins Ausland treibt und ihnen die Möglichkeit nimmt, in Deutschland den schönen Beruf des Hausarztes auszuüben?Wir schließen nun zwei Tage unsere Praxis, um die Politik und aber auch Sie, liebe Patientinnen und Patienten, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.Wir schließen am 26. / 27. August 2010 unsere Praxen als Warnung an den Gesundheitsminister Dr. Rösler.Der Minister ist der Meinung, dass man auch an den Hausärzten sparen müsse, wenn alle sparenmüssen. Er übersieht dabei, dass an uns Hausärzten bereits seit Jahrzehnten gespart wurde und diehausärztliche Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung in wenigen Jahren kaputt gespartsein wird. Mit dieser Praxisschließung wollen wir Sie, liebe Patientinnen und Patienten, nichtärgern und auch nicht im Regen stehen lassen. Diese Praxisschließung soll nur als Warnung undHinweis dienen, wie es ist, wenn es uns nicht mehr gibt.Der Altersgipfel der bayerischen Hausärzte liegt inzwischen bei 60 Jahren. In den kommenden vierbis fünf Jahren werden etwa 40 % der Hausärzte Bayerns in Rente gehen. Aber die Praxisnachfolgerbleiben aus. Die jungen Kollegen wenden sich anderen Berufen zu, gehen in die Industrie und insAusland. Allein in den Spitälern der Schweiz sind derzeit mehr als 3 500 junge deutsche Ärzte tätig.Nach offiziellen Berechnungen kostet jeder ins Ausland abgewanderte Arzt den deutschen Steuerzahlermehr als eine Million Euro – bei 2000 bis 3000 Ärzten, die jährlich Deutschland verlassen,macht das drei Milliarden Euro pro Jahr.Ist das die richtige Politik, die junge Ärzte scharenweise ins Ausland treibt und ihnen die Möglichkeitnimmt, in Deutschland den schönen Beruf des Hausarztes auszuüben?Wir schließen nun zwei Tage unsere Praxis, um die Politik und aber auch Sie, liebe Patientinnen undPatienten, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.
Die Patienten haben aber nicht das nachsehen – bei Problemen informieren die Hausärzte auf Plakaten an der Praxis oder auf dem Anrufbeantworter darüber, welcher Kollege in dieser Zeit die Vertretung übernimmt.